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Top 5 unterirdische Gletscher im Apuseni-Gebirge
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Top 5 unterirdische Gletscher im Apuseni-Gebirge

Das Apuseni-Gebirge verbirgt in seinen Tiefen einige der beeindruckendsten unterirdischen Gletscher der Welt.

27. Mai 2024 4 Min. Lesezeit

Das Apuseni-Gebirge, ein wahres Naturjuwel Rumäniens, verbirgt in seinen Tiefen einige der beeindruckendsten unterirdischen Gletscher der Welt.

Diese einzigartigen Naturformationen bieten sowohl einen spektakulären Anblick als auch Möglichkeiten für die wissenschaftliche Forschung.

Hier sind die Top 5 der unterirdischen Gletscher im Apuseni-Gebirge:

1. Eishöhle Scărișoara

Dieser Gletscher in der Eishöhle Scărișoara ist der größte und bekannteste unterirdische Gletscher Rumäniens.

Mit einem Volumen von rund 100.000 Kubikmetern beeindruckt der Gletscher durch seine Größe und das Alter seines Eises: Die ältesten datierten Schichten sind rund 10.500 Jahre alt. In den letzten Jahren schmilzt das Eis sichtbar, wie bei den anderen Gletschern im Apuseni-Gebirge.

Die Eishöhle Scărișoara, die du durch einen riesigen, rund 48 Meter tiefen Schacht über Metalltreppen erreichst, ist ein beliebtes Ziel für Touristen ebenso wie für Speläologen.

2. Der Gletscher in der Focul-Viu-Höhle

Der Gletscher liegt in einer Höhle im Naturpark Apuseni, im Gebiet Padiș (Gemeinde Pietroasa, Kreis Bihor), und wurde durch den spektakulären Effekt des Sonnenlichts berühmt, das durch eine Öffnung in der Höhlendecke einfällt.

Die Sonnenstrahlen, die auf das Eis fielen, erweckten den Eindruck eines lebendigen Feuers („focul viu“), daher der Name der Höhle. Der Eisblock mit rund 25.000 Kubikmetern war der drittgrößte Rumäniens, nach denen von Scărișoara und Borțig.

In den letzten Jahren ist der Gletscher jedoch fast vollständig geschmolzen, und der große Saal ist mit einer Eisentür verschlossen, durch die nur noch ein weißer Eisfleck zu sehen ist. Die Eishöhle Focul Viu ist nicht touristisch erschlossen, und die nicht erschlossenen Höhlen des Parks dürfen nur mit Genehmigung des Naturparks Apuseni besucht werden.

3. Der Gletscher in der Borțig-Höhle

Diese Höhle auf dem Padiș-Plateau, in der Gemeinde Pietroasa (Kreis Bihor), birgt einen der größten unterirdischen Gletscher Rumäniens, mit 25.000–30.000 Kubikmetern Eis.

Die Borțig-Höhle ist ein rund 54 Meter tiefer Schacht mit einer etwa 35 Meter breiten Öffnung, in dem das Eis in rund 40 Metern Tiefe beginnt.

Der Gletscher ist kleiner als der von Scărișoara. Bis zum Rand des Schachts gelangst du leicht auf einem markierten Weg, doch der Abstieg zum Eis führt durch einen senkrechten, nicht erschlossenen Schacht, und die Höhle ist ein speläologisches Schutzgebiet, das für die Öffentlichkeit geschlossen ist.

Die Höhle ist weniger bekannt und weniger besucht und bietet einen Ort der Ruhe und Besinnung für alle, die dem Trubel entgehen und die Natur in einer wilden Umgebung genießen möchten.

4. Eishöhle Barsa

Dieser Gletscher befindet sich in der Eishöhle Barsa, im Gebiet Padiș im Apuseni-Gebirge (Gemeinde Pietroasa, Kreis Bihor), in einer Karstsenke namens Groapa de la Barsa.

Die Höhle hat zwei Eingänge; durch den Haupteingang gelangst du zu Fuß hinein. Dahinter ist ein rund 70 Meter langer Hang ständig von einer dünnen Eisschicht bedeckt. Die Höhle ist über 3 km lang, doch ohne Ausrüstung und Erfahrung in der Speläologie kannst du nur einige hundert Meter begehen.

Die Höhle ist ideal für alle, die ein Erkundungs- und Abenteuererlebnis suchen, da sie für Gelegenheitstouristen weniger zugänglich ist.

5. Der Gletscher in der Eishöhle Vârtop

Die Höhle in der Nähe des Dorfes Casa de Piatră (Gemeinde Arieșeni, Kreis Alba) birgt einen kleinen Gletscher von rund 1.600 Kubikmetern, ist aber vor allem für den hier entdeckten Fußabdruck eines Neandertalers bekannt. Die Höhle ist für Besucher geöffnet.

Die Eishöhle Vârtop bietet eine faszinierende Kombination aus natürlichen und historischen Sehenswürdigkeiten. Die Eisformationen und Eisblöcke sind beeindruckend, und darüber hinaus ist die Höhle für Funde bekannt, die Einblick in das prähistorische Leben geben.

1974 wurden hier drei Fußabdrücke entdeckt, von denen einer erhalten ist. Mit der Uran-Thorium-Methode datiert, ist er mindestens 62.000 Jahre alt und wird dem Neandertaler zugeschrieben, was der Höhle historischen und kulturellen Wert verleiht und sowohl Touristen als auch Forscher anzieht.

Fazit

In Rumänien gibt es über 12.000 Höhlen. Das Apuseni-Gebirge ist eine wahre Schatzkammer an Naturwundern, und die unterirdischen Gletscher, die es verbirgt, gehören zu den beeindruckendsten Attraktionen der Region.

Jede Höhle bietet ein einzigartiges Erlebnis, von den imposanten Ausmaßen der Eishöhle Scărișoara über das heute fast erloschene Lichtspiel in der Focul-Viu-Höhle bis zu den historischen Funden in der Eishöhle Vârtop.

Ein Besuch dieser unterirdischen Gletscher ist eine Gelegenheit, die verborgene Schönheit der Natur zu erkunden und die geologischen und klimatischen Prozesse besser zu verstehen, die sie geformt haben.

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